1. Mannschaft: Spektakelsieg in Glarus
5:1 lagen die Klosterdörfler vergangenes Wochenende gegen Spielmitte zurück, ehe die grosse Wende eingeläutet wurde. Schlussendlich gewann der EHC die verrückte Partie mit 7:8 nach Verlängerung.
Nachdem die Glarner in der letzten Saison das abgeschlagene Schlusslicht bildeten, musste aufgrund des Aufstiegs der ersten Mannschaft in die 2. Liga mit einem verstärkten Gegner gerechnet werden. Nichtsdestotrotz war der EHC Einsiedeln wohl leicht als Favorit einzustufen gewesen.
Dieser Umstand zeigte sich grundsätzlich auch auf dem Eis, nur überhaupt nicht auf der Anzeigetafel. Auch wenn bei den Klosterdörflern im Vergleich zum Auftakt gegen Bäretswil vor einer Woche sicher weniger zusammenpasste und das eigene Spiel wesentlich unkoordinierter daherkam, boten sich in der Startphase zahlreiche gute Torchancen. Aber eben, die Schwyzer schienen noch nicht in Glarus angekommen. Die Heimmannschaft wusste das relativ bald auszunutzen und erzielte in der 5. Minute das 1:0. Auf diesen Rückstand vermochte Kälin auf Pass von Gysi zu reagieren, was in der Folge dann auch über die erste Pause hinaus nicht mehr gelang. Gegentor um Gegentor fiel, ehe nach dem 5:1 Spielertrainer Büeler die Reissleine zog. Torhüterwechsel, grosses Durchmischen der Aufstellung und eine klare Ansage rüttelten die Einsiedler wach.
Gleich zu Beginn seiner Einwechslung musste Fröhlich eine gute Parade zeigen, bevor es ums Einsiedler Tor ruhiger und ruhiger wurde. Der EHC riss das Spieldiktat deutlich an sich und mit jedem gelungenen Einsatz wuchs der Glaube, trotz der happigen 5:1-Hypothek hier noch nicht geschlagen zu sein. Achermann traf schliesslich in der 27. Spielminute zum 5:2 und als Kälin mit seinem zweiten Treffer mittels Schuss kurz nach der blauen Linie auf 5:3 verkürzte, war definitiv wieder alles möglich. Noch vor der Pause zog auch Arnold kurz nach Eintritt in die Zone der Glarner ab und tatsächlich fand auch diese Scheibe den Weg in die Maschen, womit sich der Rückstand vor dem letzten Drittel einzig noch auf ein Tor belief.
Das Momentum damit für die letzten 20 Minuten natürlich klar auf der Seite der Einsiedler. Für den Glarner EC bot die Pause hingegen die Chance, sich wieder zu fangen und der Aufholjagd ein Ende zu setzen. Mit zahlreichen Strafen unterbreiteten sie den Klosterdörflern aber eher eine Einladung zum Ausgleich, der durch Jan Achermann in der 50. Spielminute Tatsache wurde. Von der Ecke kommend, tankte er sich in den Slot und versenkte die Scheibe zwischen den Beinen des Goalies hindurch. Doch nur anderthalb Minuten später musste sich plötzlich Fröhlich auf der anderen Seite zum ersten Mal geschlagen geben. 6:5, erneuter Rückstand für Einsiedeln. Achermann jedoch schien das Ausgleichen als persönliche Verantwortung zu sehen und entriss den Glarnern die Führung nach Schuss seines Bruders Nils umgehend ein zweites Mal. Und es kam gar noch besser: Nach gelungenem Spielaufbau verwertete Gysi zur erstmaligen Führung bei nur noch vier verbleibenden Minuten. Die Freude über die vollbrachte Wende wurde jedoch nur 78 Sekunden vor Ertönen der Sirene wieder zunichte gemacht. Vor dem eigenen Tor ging ein Gegenspieler vergessen, der sich nicht zweimal bitten liess.
So musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen, in der Michael Büeler den viel umjubelten Siegtreffer zum 7:8 erzielte. Die vollbrachte Wende resultierte damit doch noch im zweiten Saisonsieg und weiteren zwei Punkten. Morgen Samstag empfangen die Einsiedler den SC Rheintal zum Spitzenduell der noch Ungeschlagenen: Der Sieger dieser Partie wird mindestens bis zum nächsten Spieltag vom ersten Tabellenplatz grüssen.