, Arnold Damian

1. Mannschaft: Siegreich zum Auftakt in die neue Saison

Für den EHC Einsiedeln stand am vergangenen Sonntag der erste Ernstkampf in der Saison 2025/2026 an. Mit einem 3:2-Sieg gegen den Bäretswiler SC konnte dieser siegreich gestaltet werden.

Nach dem Auftakt im Trainingsweekend in Herisau Ende August wurden die letzten anderthalb Monate intensiv trainiert, ehe die Aufbauphase mit einem Testspiel gegen den EHC Uri vor einer Woche abgeschlossen wurde. Auch dieses Spiel konnten die Klosterdörfler für sich entscheiden, mussten dabei jedoch den Umweg über die Verlängerung nehmen. Grosses Manko in dieser Partie: die Chancenauswertung. Der EHC Einsiedeln war spielbestimmend, verpasste es aber über 60 Minuten, resultatmässig ebenfalls klare Verhältnisse zu schaffen. Exakt das gleiche Bild zeigte sich beim Meisterschaftsstart letzten Sonntag gegen Bäretswil.

Die Klosterdörfler das klar bessere Team, das Ergebnis von 3:2 aus Sicht der Chancenauswertung aber wie schon im Spiel gegen Uri ungenügend. Trotzdem gelang es, die ersten drei Punkte der Saison einzufahren, und damit kann der Saisonstart trotzdem als geglückt bezeichnet werden. In die Partie startete der EHC schwungvoll und war insbesondere in den ersten 10 Minuten des Spiels deutlich überlegen. Zahlreiche unerlaubte Befreiungsschläge seitens der Zürcher Oberländer waren die Folge. Richtig zwingende Torchancen konnten sich die Schwyzer in der Phase des Spiels jedoch noch nicht erspielen, und gleichzeitig konnte sich der Torhüter des Gegners mit kleineren Paraden auszeichnen. Gegen Ende des ersten Drittels vermochte man das Tempo vom Anfang dann nicht mehr gleich aufrechtzuerhalten und Bäretswil kam besser ins Spiel, zeigte sich ab und zu auch einmal in der Offensive. Dadurch ergab sich für die Einsiedler selbst mehr Platz und die Chancen auf den Führungstreffer wurden konkreter. Fünf Sekunden vor der ersten Sirene war es Michael Büeler, der mit einem Slapshot aus der Distanz das überfällige Tor doch noch erzielen konnte.

Warten hiess es zu Beginn des Mitteldrittels einmal: Die Eismaschine wollte ihrem Meister nicht mehr gehorchen und blieb noch halb auf dem Eisfeld stehen. Nach längerer Verzögerung konnte das Spiel wieder aufgenommen werden. Was folgte, war die schlechteste Phase der Klosterdörfler. Es gelang nicht, an die Leistung anzuknüpfen, und der etwas zufällig zustande gekommene Ausgleich musste hingenommen werden. Noch immer mit leichten Vorteilen und besseren Chancen verabschiedeten sich die Schwyzer mit dem 1:1 in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel gelang wieder eine bessere und dominantere Leistung, die einzig durch Strafen ausgebremst wurde. Die erste dieser Unterzahlsituationen wurde von den Bäretswilern sogleich zum erstmaligen Rückstand für den EHC ausgenutzt. Torhüter Yves Lutzmann wurde auf der Fanghandseite erwischt. Keine dreissig Sekunden später fand sich gleich der nächste Einsiedler auf der Strafbank wieder und kaum war diese Strafe überstanden, leistete man sich in der Offensivzone in der 49. Spielminute gleich das nächste Foul. Dieser heikle Spielabschnitt entpuppte sich für den Ausgang der Partie als entscheidend. Mit grossem Einsatz wurde die dritte Unterzahlsituation innert 10 Minuten überstanden und entfachte eine «Jetzt-aber-Mentalität». 21 Sekunden nach Ablauf der Strafe fiel der Ausgleich: Cyril Gysi verwandelte im Slot auf Zuspiel von Arnold. Und tatsächlich platzte damit der Knoten: Nur rund 2 Minuten später jubelte Lukas Fischer über den erneuten Führungstreffer zum 3:2. Seine Linie um Grätzer und Kälin war bereits mehrmals zu guten Torchancen gekommen und konnte nun endlich jubeln. Bäretswil konnte sich nach dem Rückschlag nicht mehr erholen, und so feierten die Eishockeyaner den verdienten Sieg im ersten Saisonspiel, das bei besserer Chancenauswertung gar nie zu einer so knappen Geschichte hätte verkommen müssen.

EHC Einsiedeln : Bäretswiler SC; 3:2 (1:0, 0:1, 2:1); So. 12.10.2025, 11.45 Uhr, FarFar Ice Camp

Einsiedler Tore: Büeler, Gysi, Fischer

Goal: Yves Lutzmann, Marvin Birrer
Verteidigung: Nils Achermann, Mattia Achermann, Michael Büeler, Thomas Hauser, Armando Lutzmann, Philippe Hartgens (C)
Sturm: Jan Achermann (A), Dimitri Brodbeck, Simon Schaller, Lenny Grätzer, Timon Kälin, Lukas Fischer (A), Damian Arnold, Cyril Gysi, Janis Kälin, Kimi Lacher